2012-07-05

Heinrich Heine-"Die Harzreise"-Eine Buchempfehlung

Heinrich Heine
Die Lyrik H.Heines habe ich schon in Jugendjahren gelesen und lieben gelernt. Die besten Gedichte aus dem "Buch der Lieder" können durchaus neben der frühen Liebeslyrik Goethes bestehen. Seiner Prosa wandte ich mich erst relativ spät zu.
In der Harzreise, Heines vielleicht besten Prosawerk, schildert er seine Reiseerlebnisse. Seine Reise dauerte 4 Wochen und in der Harzreise beschreibt er 6 Tage, die ihn von Göttingen bis Ilsenburg führen.
Sprache und Stil sind brillant. Ironische Stellen, romantisch anmutende Naturbeschreibungen und Seitenhiebe auf lebende und historische Persönlichkeiten werden zu einem Ganzen verwoben, die von der großen Erzählkunst Heines zeugen.

Inhalt


Die Reisebeschreibung Heines beginnt in der Stadt Göttingen die er mit hämischen Spott beschreibt. (Heine war Student in Göttingen) Vor allem die Universität, mit ihren veralteten Anschauungen bedenkt er mit beißender Ironie.
In der Schilderung seines Weges nach Osterode beweißt Heine seine außergewöhnliche Beobachtungsgabe wenn er Land und Leute beschreibt, der er teils liebenswert, teils spöttisch schildert.
Für den damaligen Leser, müssen insbesondere seine immer wiederkehrenden Anspielungen auf Zeitgeschehen und seine Seitenhiebe auf lebende Persönlichkeiten von Interesse gewesen sein.
Auf seinen Weg von Osterode nach Clausthal schildert er immer wieder die ihn umgebende Natur. Seine Naturbeschreibungen finden ihren Höhepunkt bei der Besteigung des Brockens.
In Clausthal besucht Heine die Silbergruben die er gründlich in Betracht nimmt ehe er sich nach Goslar wendet.
Nach der Beschreibung der Stadt folgt ein lyrischer Teil in der Heine zeigt, das er zurecht zu den größten deutschen Lyrikern zählt. Verse in romantischen Ton die volksliedhaften Charakter aufweisen
Die Besteigung des Brockens zählt zu den schönsten Naturschilderungen in der deutschen Literatur. Ausführlich erzählt er seine Erlebnisse auf dem Brocken ehe er den Abstieg beginnt und sich nach Ilsenburg wendet.

Schlussbemerkung

Hier endet die Reisebeschreibung des Harzes die Heine selber als Fragment bezeichnet.
Für den Klassikfreund deutscher Literatur ein unbedingtes Muss. Aber auch für den Leser moderner Literatur empfehlenswert, da Sprache und Stil, bis auf wenige Details modernen Anforderungen genügen.
Prosa und Lyrik in einer Qualität die heute kaum noch zu finden ist.



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Bildquelle: zeno

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