2012-10-19

Minerale aus Thüringen- Das große Übeltal bei Gehlberg


Die Orthoklaskristalle im großen Übeltal bei Gehlberg

Die Fundstelle für Orthoklaszwillinge ist mir aus der Literatur schon lange bekannt jedoch fanden wir erst im Frühjahr 2011 die Zeit, das große Übeltal zu besuchen. Die Fundstelle ist wegen ihrer Orthoklaszwillinge nach dem Karlsbader Zwillingsgesetz bekannt. Vereinzelt soll es Zwillinge nach dem Manebacher bzw. Bavenoer Gesetz geben.
Laut Vollstädt sollen Einzelkristalle an der Fundstelle seltener sein als verzwillingte Kristalle. Bei unseren Besuch fanden wir diese Aussage allerdings nicht bestätigt. Zwillinge konnten wir nicht finden doch einzelne Orthoklaskristalle konnten bis zu einer Größe von 3,0x1,2 cm gefunden werden.

Orthoklas bis 3cm Größe
J.Lindner


Orthoklas bis 3cm Größe
J.Lindner


Die Kristalle unbeschädigt aus dem Rhyolith zu lösen bzw. so freizulegen das sie noch Verbindung zur Matrix haben ist nicht ganz einfach da das Gestein oftmals noch sehr schlagbeständig ist und die Kristalle meist zerstört werden. Doch bei etwas intensiverer Suche findet man verwittertes Gestein wo die Kristalle mit einer Stahlnadel vorsichtig freigelegt werden können. Wenn wir auch keine Zwillinge finden konnten so sind Orthoklaskristalle von dieser Größe für Thüringen auch keine Massenware.



Orthoklas bis 3cm Größe
J.Lindner


Orthoklas bis 3cm Größe
J.Lindner


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