10.10.2012

Minerale aus Thüringen- Der Steinbruch Niedersachswerfen


Steinbruch Niedersachswerfen


Im Steinbruch sind Schichten des Werra-Anhydrits und Reste des Hauptdolomits der Stassfurt-Folge aufgeschlossen. Große Teile des Berges (Kohnstein) sind heute dem Anhydritabbau zum Opfer gefallen.


Steinbruch Niedersachswerfen
J.lindner


Steinbruch Niedersachswerfen
J.Lindner



1917 begann die BASF, im Untertagebau mit der Gewinnung von Anhydrit. Durch diese Tätigkeit ist heute ein umfangreiches Hohlraumsystem entstanden. Bis zum Jahr 1935 wurden etwa 35 Millionen Tonnen Anhydrit abgebaut. In dieser Summe sind auch die Mengen des inzwischen begonnenen Tagebaubetriebes enthalten. Das gebrochene Material wurde zur Weiterverarbeitung an die Leunawerke geliefert. ( Herstellung von Ammoniumsulfat und Zement)
Bis 1991 war der Bruch ein Betriebsteil der Leunawerke Merseburg. Die Jahresförderung lag bei 2 Millionen Tonnen Anhydrit. 2002 ging der inzwischen privatisierte Betrieb in die Insolvenz und der Abbau wurde eingestellt.

Bekannt unter Sammlern ist der Steinbruch wegen seiner Bohrminerale und für das wohl einmalige Vorkommen von Schlangengips.

Als wir am 07.06 den Steinbruch betraten mußten wir zu unserer Verwunderung feststellen das wieder Abbau betrieben wurde. Später befragte Einwohner von Niedersachswerfen bestätigten uns das. Welche Firma hier wieder tätig ist konnten wir nicht feststellen. Die Fördermenge kann jedoch nicht sehr groß sein da nur im Mittelteil des Steinbruchs frisches Material lag und die Einwohner uns erzählten das nur sporadisch im Bruch gearbeitet wird.



Anhydrit
J.Lindner


Marienglas



Marienglas
J.Lindner


Bohrminerale und Schlangengips konnten wir nicht finden. Nur violetter Anhydrit, Marienglas und einige Calcitdrusen wurden gefunden. Hauptsächlich hatten wir nach Schlangengips gesucht der nur hier und in einem kleinen Steinbruch bei Apperode zu finden ist.



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Mineralien aus Thüringen Teil 1: Der Henneberg bei Weitisberga und der Steinbruch im Spittergrund

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