17.10.2012

Minerale aus Thüringen- Der Kalksteinbruch Steudnitz


Der Kalksteinbruch in Steudnitz

Seit 1964 sind Dorndorf und Steudnitz eine Gemeinde und seit 2008 ein Teil der Stadt Camburg. Der Kalksteinbruch wird von der Firma Dornburger Zement GmbH und Co.Kg betrieben. Es werden Kalksteine für die Zementherstellung und für die Baustoffindustrie gewonnen.

Der Kalksteinbruch gehört dem unteren Muschelkalk an (Jena-Formation)  und die gesamte Muschelkalkmächtigkeit beträgt 120 Meter.  Aufgeschlossen sind Schichten der Grenzbank, (Röt/Muschelkalk-Grenze) darüber 35m unterer Wellenkalk gefolgt von den 9m mächtigen Oolithbänken. Diese werden überlagert vom etwa 20m mächtigen mittleren Wellenkalk. Es folgen die 4m mächtigen Terebratelbänke und der 20m mächtige obere Wellenkalk. Die Schaumkalkbänke beenden den unteren Muschelkalk im Profil des Steinbruchs.

Der Steinbruch ist schon seit DDR-Zeiten für seine schönen Coelestinkristalle bekannt. Die Kristalle sind von rötlichbrauner Farbe und besitzen einen plattigen Habitus. Kristallgrößen von etwa 1cm sind nicht selten. Es kommen aber auch, zumeist sehr kleine, wasserklare Kristalle vor. Wie ich höre sollen die Fundmöglichkleiten seit längerer Zeit recht gut sein.

Coelestin
J.Lindner



Coelestin
J.Lindner


Coelestin
J.Lindner



Coelestin
J.Lindner

Außerdem besitze ich vom Steinbruch Calcitstufen in der für die Örtlichkeit typischen Ausbildung. Es kommen auch Calcitkristalle mit dunkelbraungelben Belag vor. 
Einige Calcitstufen weisen eine goldgelbe irisierende Färbung die bei entsprechender Beleuchtung  recht attraktiv wirken.


Coelestin
J.Lindner


Calcit
J.Lindner


Calcit
J.Lindner


Calcit
J.Lindner


Calcit/Pyrit
J:Lindenr


Von einem älteren Sammler ist mir bekannt das früher hier Strontianit-Stufen geborgen werden konnten.



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