2012-12-30

Zitate aus Büchern- Clemens Brentano

Clemens Brentano war der Enkel von S.v. La Roche. Er wurde am 09.09.1778 in Ehrenbreitstein geboren und starb am 28.17.1842 in Aschaffenburg.
Brentano hatte zahlreiche Geschwister und seine Schwester Bettina heiratete den Dichter Achim von Arnim, mit dem Brentano zusammen als Hauptvertreter der Heidelberger Romantik gilt.
Nach dem Scheitern einer kaufmännischen Lehre und dem Studium der Bergwissenschaften begann er 1798 ein Studium der Medizin in Jena. Hier lernte er Wieland, Herder, Goethe, Tieck und andere Vertreter der Weimarer Klassik kennen. In diesem Umfeld entstand der Roman "Godwi" der einige der bekanntesten Gedichte Brentanos enthält. 1801 war Brentano Student der Philosophie in Göttingen und hier lernte er Achim von Arnim kennen mit dem er bald eine enge Freundschaft einging.
1804 zog er nach Heidelberg wo er zusammen mit Arnim eine Sammlung von Volksliedern herausgab. (Des Knaben Wunderhorn) 1809 finden wir Brentano in Berlin wo er sich der Deutschen Tischgesellschaft anschloss die antijüdische Tendenzen vertrat. Das kommt auch in Brentanos Werk "Gockel, Hinkel und Gakeleia" zum Ausdruck. 1811 verlässt er Berlin und hält sich in Böhmen und Wien auf. In den folgenden Jahren ist Brentano in verschiedenen Orten Zuhause und schreibt eine Reihe religiöser Schriften.
Die Liebe zu der Schweizer Malerin Emilie Linder führen zu lyrischen Spätwerk Brentanos, das in der deutschen Literaturgeschichte des 19.Jahrhunderts von einiger Bedeutung ist.





„Vergangen sei vergangen
und Zukunft ewig fern:
In Gegenwart gefangen
verweilt die Liebe gern.“

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Es spricht die kalte Schönheit auch aus dir,
die nichts erzeugt als ihren eignen Willen,
so schön zu sein, und jeder beuget ihr den eignen Sinn, ihn mit ihr auszufüllen.
Sie wandelt ewig sich nur schaffend hier,
und nie kann sie die fremde Sehnsucht stillen.
Sie blickt in sich, sich selbst so schön erbauet;
denn sie erlischt, wenn sie ins Leben schauet.



Stanzen an seine Schwester Sophie

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Vor dir, du schöner Mensch, mag gern ich stehen.
dir, mir zur Lieb nicht, nein, nur Gottes wegen.
Sei irdisch Himmel mir und himmlisch Erde,
daß Freundesdienst ein Gottesdienst mir werde.



An eine schöne Erscheinung am Dreikönigstage

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Man soll keinen guten Willen von sich weisen, wenn er einem auch nicht gerade Not tut, sonst möchte der liebe Freund ausbleiben, wenn er ein andermal gar willkommen wäre.

X

Die Liebe ist ein unwiderstehlicher Hang, alle Persönlichkeit aufzuheben.

X

Der Empfindsame bringt auch nie etwas hervor, weil er sich keines Dinges bemächtigen kann, sondern nur von allem überwältigt wird.

X

„Ringlein sehn heut lieblich aus,
morgen werden Fesseln draus.



Brautgesang

X

Was reif in diesen Zeilen steht,
was lächelnd winkt und sinnend fleht,
das soll kein Kind betrüben.
Die Einfalt hat es ausgesät,
die Schwermut hat hindurchgeweht,
die Sehnsucht hat's geschrieben.







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Quellverzeichnis: Wikipedia


Bildquelle: Zeno















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