2012-12-30

Zitate aus Büchern- Joseph Freiherr von Eichendorff

Joseph Freiherr von Eichendorff
deutscher Lyriker und Erzähler (1788 - 1857)





Schläft ein Lied in allen Dingen,
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort.


Kein Dichter gibt einen fertigen Himmel, er stellt nur die Himmelsleiter auf.


Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in Träumen
wunderbar mit allen Bäumen,
was dem Herzen kaum bewußt,
alte Zeiten, linde Trauer,
und es schweifen leise Schauer
wetterleuchtend durch die Brust.



Auf der Gerechtigkeit beruht alle Ordnung. Es gibt aber zweierlei Gerechtigkeit auf Erden, eine nach unten und eine andere nach oben.



„Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein.“



Du bist's, der, was wir bauen,
mild über uns zerbricht,
daß wir den Himmel schauen -
darum so klag ich nicht.


Ein Wandrer, von der Heimat weit,
wenn rings die Gründe schweigen,
der Schiffer in Meeres Einsamkeit,
wenn die Stern’ aus den Fluten steigen:
die beiden schauern und lesen
in stiller Nacht,
was sie nicht gedacht,
da es noch ein fröhlicher Tag gewesen.







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Bildquelle: Zeno 

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