2012-12-30

Zitate aus Büchern-J.W.v.Goethe-Faust I






Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
Und grün des Lebens goldner Baum.
Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Du bist dir nur des einen Triebs bewußt,
O lerne nie den andern kennen!
Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
Die eine will sich von der andern trennen;
Die eine hält in derber Liebeslust,
Sich an die Welt mit klammernden Organen;
Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust
Zu den Gefilden hoher Ahnen.

Was du ererbt von deinen Vätern hast,
erwirb es, um es zu besitzen!



Weiß doch der Gärtner, wenn das Bäumchen grünt,
Daß Blüt und Frucht die künftgen Jahre zieren.


Ich bin ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Denn was man schwarz auf weiß besitzt,
Kann man getrost nach Hause tragen.

Es irrt der Mensch, solang' er strebt.


Werd' ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!


Daß ich erkenne, was die Welt
Im Innersten zusammenhält


Da steh' ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Was man nicht weiß, das eben brauchte man,
Und was man weiß, kann man nicht brauchen.







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