2013-02-27

Gedichte und Sprüche zu Vatertag/ Himmelfahrt Teil 2



Friedrich von Schiller

Nicht Fleisch und Blut, das Herz macht uns zu Vätern.
Wilhelm Busch

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.
Ersteres wird gern geübt,
weil es allgemein beliebt.
Selbst der Lasterhafte zeigt,
dass er gar nicht abgeneigt;
nur, er will mit seinen Sünden
keinen guten Zweck verbinden,
sondern, wenn die Kosten kommen,
fühlt er sich angstbeklommen.
Dieserhalb besonders scheut
er die fromme Geistlichkeit,
denn ihm sagt ein stilles Grauen:
das sind Leute, welche trauen.

Franz Grillparzer

Was die Erde Schönes kennt,
Was sie hold und lieblich nennt,
Was sie hoch und heilig glaubt,
reicht nicht an des Vaters Haupt.
Johann Wolfgang von Goethe

Vom Vater hab' ich die Statur,
des Lebens ernstes Führen,
vom Mütterchen die Frohnatur
und Lust zu fabulieren.
Urahnherr war der Schönsten hold,
das spukt so hin und wieder,
Urahnfrau liebte Schmuck und Gold,
das zuckt wohl durch die Glieder.
Sind nun die Elemente nicht
aus dem Komplex zu trennen,
was ist denn an dem ganzen Wicht
Original zu nennen?
Jeremias Gotthelf

Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.
Christian Fürchtegott Gellert

Auf die Himmelfahrt des Erlösers

Jauchzt, ihr Erlösten, dem Herrn! Er hat sein Werk vollendet;
Des müsse sich der Erdkreis freuen!
Er fährt verkläret hinauf zu dem, der ihn gesendet,
Und nimmt die Himmel wieder ein.

Der Herr, nachdem er das Heil und unvergänglich Leben
Auf Erden an das Licht gebracht,
Den Weg zu Gott uns gelehrt, sich selbst für uns gegeben,
Fährt auf zur Rechten seiner Macht.

Sein, ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden,
Und uns hat er das Heil verdient.
Wer sein Wort gläubet und hält, soll nicht verloren werden;
Er hat die Welt mit Gott versühnt.

Hoch über alle Vernunft besiegt er ihr Verderben,
Und seine Lieb ermüdet nie.
Ein unvergängliches Glück den Menschen zu erwerben,
So heiligt er sich selbst für sie.

Jauchzt, ihr Gerechten, dem Herrn, und preiset seinen Namen!
Ihm danken, das ist unsre Pflicht.
Wir sind glückselig in ihm. Sein Wort ist Ja und Amen;
Und Gott ist unsre Zuversicht.

Preist, ihr Erlösten, den Herrn, und rühmet all, ihr Frommen!
Er fährt gen Himmel, als ein Held,
In Wolken fährt er hinauf; so wird er wiederkommen,
Ein Herr und Richter aller Welt.

Dies ist des Gläubigen Trost, verklärt ihn einst zu schauen,
Und seiner Liebe sich zu freun.
Dies ist des Gläubigen Pflicht, ihm ewig zu vertrauen,
Und sich durch Tugend ihm zu weihn.

Wer des Erlösers sich schämt, des wird auch er sich schämen;
Den wieder ehren, der ihn ehrt.
Laß uns das Leben von dir und Gnad um Gnade nehmen,
Herr, dessen Herrschaft ewig währt!

Ich bin ein irrendes Schaf, du weisest mich zu rechte,
Und leitest mich nach deinem Rat;
Machst mich vom Knechte der Welt zu einem deiner Knechte,
Und tilgest meine Missetat.

Was ist die Hoheit der Welt? Sie rührt den Christen wenig.
Du kleidest ihn mit Ruhm und Pracht.
Was ist die Hoheit der Welt? Zum Priester und zum König
Bin ich durch dich vor Gott gemacht.

Dank sei dem Heiland der Welt! Er hat sein Werk vollführet.
Frohlock ihm, Volk der Christenheit!
Er sitzt zur Rechten des Herrn. Er lebet und regieret
Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
William Shakespeare

Das ist ein weiser Vater, der sein eigenes Kind kennt.

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