2013-09-28

Das literarische Porträt Teil 3- Oskar Loerke


geboren:      13.03.1884 Jungen/Weichsel

gestorben:    24.02.1941 Berlin

Der Dichter entstammt einer Bauernfamilie allerdings war sein Vater als Ziegeleibesitzer durchaus nicht arm. Loerke besuchte das Gymnasium in Graudenz  und studierte von 1903 bis 1907 Germanistik, Musik, Philosophie und Geschichte in Berlin.
Für seine Gedichte und Erzählungen erhielt er bereits 1913 den Kleist-Preis, der es ihn ermöglichte, eine Reise nach Südafrika und Italien anzutreten.
Bis zum Beginn der Nazizeit war Loerke als Dramaturg tätig und Mitarbeiter in einigen literarischen Vereinigungen und Verlagen. Seit 1927 war er  Senator und Sekretär der Dichtkunst an Preußischen Akademie der Künste. Von den Nazis wurde er aus diesen Amt verjagt und zog sich aus dem Literaturbetrieb weitestgehend zurück und konnte sich so seine bürgerlich-humanistische Gesinnung bewahren.
Die Gedichte von Loerke, insbesondere seine Naturlyrik, sind als fast sprachmusikalisch zu bezeichnen die auch die Vorliebe des Dichters für klassische Musik zum Ausdruck bringen.
Die Naturlyrik Loerkes kann man als eine Flucht aus dem widernatürlichen realen Zustand der Nazidiktatur bezeichnen.

1903-1907
Studium in Berlin (Musik, Philosophie, Germanistik Geschichte)

1908 und 1912
Reisen durch Deutschland und Frankreich

1913
Kleist-Preis

1914
Reisen durch Südafrika und Süditalien

1917
Bis zu seinem Tod Lektor des S.Fischer-Verlages

1927
Mitglied der Preußischen Akademie der Künste

Nach 1933
Nach dem Gelöbnis der "treuesten Gefolgschaft" zu Hitler Mitglied der "Deutschen Akademie der Dichtung." Trotzdem werden viele Schriften Loerkes von den Nazis verboten.


Werke (Auswahl)

Gedichte

1911 Wanderschaft
1916 Gedichte 1929 in zweiter Auflage unter dem Titel Pansmusik
1921 Die heimliche Stadt
1926 Der längste Tag
1930 Atem der Erde
1934 Der Silberdistelwald
1936 Der Wald der Welt

Zahlreiche Romane und Erzählungen sowie Rezensionen und Aufsätze


Schon bald nach seinem Tode war der hochgebildete Dichter vergessen und wird nur noch selten erwähnt. Auswahlen seiner Gedichte erschienen in Westdeutschland noch einmal 1954 und 1984. Danach trat völlige Ruhe ein. In der DDR machte sich der Aufbau-Verlag um den Dichter verdient und verlegte 1970 eine Auswahl seiner Gedichte.

1936 erscheint der letzte Lyrikbandes des Dichters (Der Wald der Welt) und  Loerke notiert zum Abschluss:

Nun geh, mein Siebenbuch, gesellt
den Trümmern, dem Gerölle;
begonnen in der lieben Welt,
vollendet in der Hölle.

In meiner kleinen Sammlung von 10 Gedichten habe ich mich bemüht einige künstlerisch qualitätvolle Werke auszuwählen die meiner Meinung nach dazu angetan sind, zu beweisen das Oskar Loerke zu den Dichtern gehört, die zu Unrecht vergessen sind.








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