2013-09-30

Das literarische Porträt Teil 4- Klaus Groth


geboren:        24.04.1819 Heide/ Holstein

gestorben:      01.06.1899 Kiel

1834
Kirchspielvogtschreiber in Heide

1838/41
Lehrerseminar in Tondern

1841/47
Lehrer in Heide

1853-1855
Zusammen mit Müllenhoff schafft er die Grundlagen für eine plattdeutsche Rechtsschreibung und Orthographie. Prosawerke entstehen. (Vertelln, Gedichtsammlung Quickborn)

1855
Ärztlich angeratene Reise. Bonn/Schweiz/Dresden/Thüringen

1859
Eheschließung

1879
Seine Frau stirbt. 1889 sein Sohn

Werke (Auswahl)

Gedichtsammlung Quickborn 1853
Vertelln (Erzählungen) 1855–1859
Vör de Görn 1858 (Für Kinder)
1862 Rothgeter Meister Lamp un sien Dochder (Lyrik) 1862
1876 Mien Jungsparadies (Erzählungen)

Groth war der Sohn eines Müllers und bildete sich autodidaktisch weiter. Mit 18 Jahren besuchte er das Lehrerseminar in Tondern und mußte das Seminar nach 4 Jahren wegen Geldmangels abbrechen.  Von 1841 bis 1847 war er Lehrer in seinem Heimatort Heide. 1853 zog er nach Kiel und schuf zusammen mit dem Germanisten Prof. Karl Müllenhoff die Grundlagen für eine plattdeutsche Rechtsschreibung. 1855 bis 1857 studierte er in Bonn und wurde Privatdozent für deutsche Sprache und Literatur. 1866 erhielt er den Professorentitel. Viele Jahre lebte der Dichter, der 1859 geheiratet hatte, in einem 1865/66 erbauten Haus in Kiel. Zu seinem 80.Geburtstag erhielt Groth die Ehrenbürgerschaft der Stadt Kiel und seiner Heimatstadt Heide.

Klaus Groth ist der bedeutendste nd. Lyriker der auch Prosa und sprachtheoretische Werke schuf. (Dialektforschung) Groth schrieb humorvolle und stimmungsreiche Gedichte, Kinderlieder und Balladen. Groth gelang es in seinen Werken, insbesondere in seinen Gedichten, nachzuweisen, das die plattdeutsche Sprache geeignet war auch ernsthafte Themen zu behandeln.
Viele Gedichte von Groth wurden, insbesondere von J.Brahms und A.Schönberg , vertont.







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