2013-11-28

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: O heiss mich nicht von deinem.....(75)






XXXIX.

O heiss mich nicht von Deinem Antlitz fliehen,
Auf dem der Liebe heilige Gedanken
Gleich goldenen Sternen auf und nieder schwanken,
Die still und furchenlos am Himmel ziehen!

Hier ist mein Tempel und hier will ich knien,
Um diesen Altar meine Arme ranken,
In diesen Armen meinen Göttern danken,
Daß sie mir ihre Seligkeit verliehen!

Bist Du, mein Herz, selbst wider dich im Bunde?
Was soll der volle schäumende Pokal,
Was die Unendlichkeit dem Mann der Stunde?

Begehre nicht die Herrlichkeit zumal!
Bitte um Ein Wort nur aus dem lieben Munde,
Ein halbes Lächeln, Einen Sonnenstrahl!





alle Gedichte von Herwegh                                                                                   weiter


Einführung in die Dichtung

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Nachrichten an:

geologe.ef@gmx.de