2013-11-29

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Ob die Locken ein Glorie....(76)






XL.

Ob die Locken eine Glorie quellen
Um Dein Antlitz und Du himmlischmild
Auf mich blickst, ein stumm Marinbild,
Das zwei blaue Sterne fromm erhellen,

Ob Dein Haar in ungebundenen Wellen
Um den Nacken flutet, stolz und wild,
Und Dein Auge ein harter Diamantschild,
Dran die kühnsten Wünsche jach zerschellen;

Ob ich sehe mit dem HeileGänsscheine
Dich, ob mit des Unmuts düsterer Falte,
Ewig, ewig fleh ich nur das Eine:

Daß Dein schöner Mund doch nie erkalte,
Daß Dein schönes Auge niemals weine,
Und mir Gott Dein schönes Herz erhalte.





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Einführung in die Dichtung

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