2013-11-28

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Pferdeausfuhrverbot (70)





XXXIV.

Pferdeausfuhrverbot

Wir müssen uns bei Zeiten tüchtig rühren,
Und können darum, trotz manchem schönen Gulden,
Getreue Untertanen, nimmer dulden,
Daß Franken Eure Pferde uns entführen.

Wir wollen nicht zu früh das Feuer schüren,
Wir tun nur, was wir unseren Liebden schulden,
Beschlossen demgemäß in allen Hulden,
Also zu steuern solchen Ungebühren:

Habt uns ein Auge auf jede Mäklerschar,
Daß sie uns keinen Huf contrebanderen,
Vom Karrengaule bis zum Bairaktar!

Doch naht sich eins von unseren Flügeltieren,
Die sind zum Kriegsdienst völlig unbrauchbar --
Laßt sie die Grenzen immerhin passieren!





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