31.12.2014

Goethes Tagebücher: Dezember 1824



1824


14. 12. Weimar.

Einzelnes vorgenommen. Auf heute Abend anderes vorbereitet. Briefe rein diktiert. Einiges mundiert. Einige Bemerkungen aufgezeichnet. Morphologische Pakete gemacht und abgesendet. Mittag zu zwei; Ottilie war wegen des Frauenvereins abwesend. Gegen Abend mit John einiges nachgearbeitet. Besuch des Herrn von Helldorf. Herr Professor Riemer, mit welchem verschiedene Konzepte durchgegangen wurden. Er blieb zu Tische und wir besprachen besonders auch die eigentlichen Entwicklungen der Sprache aus sich selbst und die großen dabei obwaltenden Schwierigkeiten, woher die Differenzen der verschiedenen Meinungen und die Unmöglichkeit sie zu vereinigen entspringt.

16. 12. Weimar.

Promemoria an Herrn von Motz weiter arrangiert. Abschrift an der Schillerschen Korrespondenz .Einiges in den Branischen Miszellen und Minerva gelesen. Mittag zu vieren. Medwins Unterredungen mit Byron. Abschriften zu dem Promemoria für Herrn von Motz. Später für morgen vorgearbeitet und schematisiert. Herr Hofrat Soret, die goldne und silberne Medaille von Genf vorzeigend und manches besprechend.

21. 12. Weimar.

Heiterer Morgen und Sonnenschein. Einschaltungen in die Schillerische Korrespondenz von 1802. Frau Großherzogin betrachtete erst d’Altons Händewandler, sodann die neusten Boissereeschen Sendungen. Konzepte zu Briefen diktiert. Mittag zu dreien. Betrachtung über das was man Geist in der Unterhaltung nennt. Kanzler von Müller, einen Brief von Gräfin Line und General Klinger bringend. Für mich, die Parlamentsreden des Lord Byrons, später Tausend und eine Nacht.

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