2014-12-31

Goethes Tagebücher: Juni 1824



1824


11. 06. Weimar.

Psychologie von Stiedenroth. Die zehnte Satire von Boileau. Briefe vorbereitet auf morgen. Kondukteur Schrön, über den gegenwärtigen Stand des Geschäftes. Die ersten Jahre der Schillerischen Korrespondenz durchgegangen. Mittag Hofrat Meyer. Schreiben an Möller von ihm gebilligt. Mannigfache Unterhaltung. Fortgesetzte Durchsicht der Schillerischen Korrespondenz Abends mit Walther ums Webicht gefahren. Zweiter Vers des Fischers, gelernt und gesungen. Abends mein Sohn. Der Meister des Stuhls, die sämtlichen Beamten auf ein Jahr konfirmiert. Über Schultz in Berlin. Auch hatte ich den Tag über Stiedenroths Psychologie gelesen.

13. 06. Weimar.

Ordnung gemacht und das Nächste betrachtet. Stiedenroths Psychologie. Langsdorfs Salzwerk. Zu Tische Professor Riemer. Scherzhafte Dichtung einer Novelle, darstellend eine Dame, die um ihre langweiligen Verehrer los zu werden eine Reise macht, aber immer unterwegs, eben da sie eine neue Eroberung zu machen im Begriff ist, von einem alten Freunde nach dem andern gestört wird. Stiedenroths Psychologie besprochen. Auszug aus Purkynje durchgegangen. NB. Früh war Herr Soret dagewesen. Ich gab ihm die meteorologische Tabelle und besprach mit ihm die erste Sendung der Medaille.

21. 06. Weimar.

War der Ton für Herrn Professor Rauch angekommen. Fing derselbe an zu modellieren. Verschiedene Gespräche dabei. Kam Hofrat Meyer und gab zu neuer Unterhaltung Gelegenheit. John schrieb an der Korrespondenz. Beredung wegen der Medaille. Mittag Gräfin Line Egloffstein. Nach Tische Kanzler von Müller. Späterhin Professor Rauch und Meyer. Sie gingen zu Coudray zum Tee und Abendessen. Ich fuhr mit Walther spazieren, der nach der Zurückkunft mich mit mancherlei Geschichten unterhielt.

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