2017-03-15

C.Busse-Vagabunden: Schöpferglück (73)




Schöpferglück

Neid' nicht die Krämer um den goldnen Lohn,
Ring' nicht so wild nach eitlen Erdengaben,
Bleib', was du bist: der Armut treuer Sohn,
Sie säugte dich, und sie wird dich begraben!
Ob du auch stöhnend dir die Stirne schlägst,
-Das reinste Glück, du hast es doch empfunden;
Wenn du des Lebens Loose mißt und wägst,
Denk' auch des Glücks, wenn sich in Schöpferstunden,
Noch halb verschämt, ein Lied gebären will….

Wie heilig Brausen ist's-und doch so still!
Verborgne Quellen brechen auf und steigen-
Ein Klang.… ein zweiter…. andre drängen nach,
Ein rastlos Flattern, bis sie allgemach
Sich ruhig finden zu bewegtem Reigen.
Das tanzt und tanzt-und deine Seele schwillt,
Wer ruft die Zarten, die den Ring vollenden?
Der schwebt heran, was deinen Traum erfüllt,
Und fast die Schwestern zärtlich bei den Händen.

Nun singt um dich in ew'ger Melodie,
Was tiefgeheim kaum deine Seele kannte,
Und du, der Schöpfer, der die Geister bannte,
Du neigst die stumm-was bist du gegen sie?
Du kamst vom Staub und bist dem Staub geweiht.-
Was dir entblüht, hat unberührte Schwingen,
Erlöst von dir, schwebt es mit sel'gem Singen

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