2017-08-30

Biografie des Dichters Theodor Apel



Theodor Apel wurde als Sohn des Leipziger Ratsherrn und Dichters August Apel geboren. Als Schüler der Nikolaischule und über die Schulzeit hinaus war er mit Richard Wagner befreundet. Von 1830 bis 1834 studierte Apel Rechtswissenschaft an den Universitäten Leipzig und Heidelberg. 1832 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg. Damit war er in Heidelberg in der gleichen Verbindung wie Robert Schumann. Das Studium schloss er mit der Promotion zum Dr. jur. ab.

Apel schrieb Dramen sowie lyrische und erzählende Gedichte. Sein Stück Nähkätchen aus dem Jahr 1858 wurde ein Bühnenerfolg.

Theodor Apel besaß das von seinem Großvater Heinrich Friedrich Innocentius Apel erworbene Rittergut Ermlitz bei Schkeuditz, wo er auch lebte. Er war verheiratet mit Marie, geborene Ploß. Nach einem Sturz vom Pferd war er ab 1836 fast völlig blind.

Seit Beginn der 1860er Jahre engagierte sich Apel für das Andenken an die Völkerschlacht bei Leipzig und ließ auf eigene Kosten 44 Denkmale an den Standorten der Truppen in der Schlacht errichten, die sogenannten Apelsteine . 


Er verfasste auch einen Führer zu diesen Steinen mit Beschreibungen der Heerführer und dem Schlachtenverlauf. Neuere Führer zu den Denkmälern der Völkerschlacht bei Leipzig sind die von Steffen Poser und Reinhard Münch.

Apel saß in Leipzig auch am sogenannten Verbrechertisch, an dem sich der demokratisch und fortschrittlich gesinnte Teil der geistigen Elite der Stadt traf. Apel ist auch auf der Tischplatte mit „Dr. Th Apel“ namentlich erfasst.





Auszug aus der Biographie des T. Apel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Freie Dokumentation lt. GNU-Lizenz
Eine Autorenliste ist auf Wikipedia verfügbar


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