2017-08-30

Biografie von Friedrich Wilhelm Gubitz




Friedrich Wilhelm Gubitz, Sohn des Schriftsetzers Johann Christoph Gubitz (1754–1826), besuchte ab 1795 das Gymnasium in Wittenberg, im Alter von elf Jahren war er nach Berlin gezogen. 1801 ging er nach Jena, um sich einem Studium der Theologie zu widmen. Während dieser Zeit entstanden erste Holzschnittarbeiten, die er in Berlin ausstellte und eine längst vergessene Technik wieder bekannt machte. 1805 wurde er an die Berliner Kunstakademie berufen.

In seiner Position hatte er bedeutende Schüler, darunter Franz Theodor Kugler, Heinrich Rudolf Genée, Friedrich Unzelmann und Luise Beck. In Berlin war er auch Verleger und Publizist, zusätzlich war sein Haus der Zeit entsprechend eine gesellschaftliche Institution und Treffpunkt für Schüler und Künstler.

Im Eigenverlag war er Herausgeber der Anthologie Gaben der Milde (4 Bde., 1817–1818), in denen unter anderem Beiträge von Goethe sowie die Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl von Clemens Brentano veröffentlicht wurden. Der Vertrieb erfolgte durch Verlosung, der Erlös wurde zu Gunsten der Kriegsverletzten aus dem Freiheitskrieg verwendet.

In seiner Zeitschrift Der Gesellschafter veröffentlichte er Gedichte von Heinrich Heine (1821) und anderen Autoren seiner Zeit. Gubitz schrieb auch für die Vossische Zeitung, für die er von 1823 bis zu seinem Tod 1870 als Theaterkritiker tätig war. Sein Nachfolger in diesem Amt wurde im Sommer 1870 Theodor Fontane.

Gubitz war mit Henriette Friederike Fleck verheiratet und somit Schwiegersohn des Schauspielers Johann Friedrich Ferdinand Fleck.





Auszug aus der Biographie des F.W.Gubitz  aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Freie Dokumentation lt. GNU-Lizenz
Eine Autorenliste ist auf Wikipedia verfügbar

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