12.08.2017

Das arme Kind (6)

  


    Das arme Kind

An der Türe pocht es draußen,
Da's doch stürmt und schneit zu sehr,
Und die Winde mächtig sausen,
Wolken ziehen schwarz und schwer.

Schnelle bin ich hingegangen,
Öffnete des Hauses Tür:
Sieh, da kam mit nassen Wangen,
Ach, ein Kind entgegen mir.

Und ich nahms auf meine Arme,
Schützt' es vor des Windes Hauch,
Speist und tränkte dann das Arme,
Legt' es in ein Bettlein auch.

Herr! wenn nach des Lebens Reise
Ich einst pocht' an Deiner Tür,
Mich, dein Kind, nicht von Dir weise,

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