2017-08-30

Frühlingstrost- 2 (23)

Gubitz-Gedichte


2.

Einen Heiland kommt zu grüßen,
Der uns alle Jahre erscheint;
Der uns nicht belegt mit Büßen,
Dem allein die Freude weint.

Froh empfangen ihn die Fluren,
Er umarmet Erd' und Luft,
Sendet seiner Wonne Spuren
Auf die Höhen, in die Kluft.

Dankend schauen Blüthenaugen
Rings ihn unschuld-lächelnd an;
Seine Liebe einzufangen
Sprengen Ströme ihren Bann.

Seligsüßen Jubel singet
Ihm der Vögel frisches Lied,
Das in Feld und Wald erklinget,
Das hinan zum Himmel zieht!

Laß, oh Herr, für deine Wunden
Willig auch den Heiland ein,
Von der Oede zu gesunden,

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