2017-09-13

Winter (50)


Winter

Die Winterzeit ist rechte Zeit
Für Herzen, arm an Liebe,
Da blüht kein Blümlein weit und breit,
Kein Glanz, der farbig bliebe,
Die Sterne leuchten trüb und kalt,
In tiefem Trauern steht der Wald,
Kein Sonnenstral zum Herzen dringt,
Da ist kein Sänger, der da singt
Von Liebe.

O, sei willkommen, Winterzeit!
Nun will ich gerne missen
Die Liebste, die mit tiefem Leid
Das treuste Herz zerrissen.
Nun darf die Sehnsucht schlafen ein,
Denn Alles ringsum trägt ja Leid,
Und so vergess' ich all den Streit
Um Liebe.

O käme nie der Lenz zurück,-
Fast denk' ich sein mit Hassen,
Er mahnt mich an das alte Glück,
Das ich so bald mußt lassen.
O Winter, Winter, bleib' bei mir,
Den stillen Frieden dank' ich dir!-
Was soll mit seinem bunten Glanz
Der Frühling zu dem welken Kranz

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