2017-11-24

Aufgesang: erste Teil des mittelalterlichen Meistersang ...................



Der Aufgesang ist der erste Teil des mittelalterlichen Meistersang der aus zwei metrisch gleich gebauten Stollen aufgebaut ist. Das Schema ist abab. Der Stollen kann in Reimgestaltung oder Verszahl variiert werden. Der Aufgesang ist kürzer als der Abgesang und beide unterscheiden sich meistens metrisch und auch syntaktisch.




Refrain: eine immer wiederkehrende Gruppe von Lauten- oder Worten...................


frz. Echo, lat. refingere: regelmäßig wiederkehrend, Kehrreim, anschlagen

Ein Refrain ist eine immer wiederkehrende Gruppe von Lauten- oder Worten in Dichtungen die eine Strophe besitzen. Man unterscheidet Ton-Refrain und Wort-Refrain. Der Tonrefrain ahmt den Klang von Musikinstrumenten oder anderen Geräuschen wie das klappern einer Mühle nach, oder es werden völlig neue Lautgruppen wie etwa juchheida gebildet.

Kunstmärchen: ist das Kunstmärchen eine individuelle Schöpfung................



Im Gegensatz zum anonymen Volksmärchen das mündlich weitergegeben wurde ist das Kunstmärchen eine individuelle Schöpfung eines namentlich bekannten Schriftstellers. Kunstmärchen sind oft in Erzählstil und schematisch am Volksmärchen angelehnt. Die Kunstmärchen der Romantik und die Märchen von H.C.Andersen gelten als vorbildhaft für die Form. Im strengeren literarischen Sinn sind die Kunstmärchen keine eigene Gattung sondern müssen als eine Auseinandersetzung mit dem Wesen des Volksmärchens verstanden werden. Beispiele: C. Brentano: "Gockel, Hinkel und Gackelaia", E.T.Hoffmann: "Der goldene Topf", H. Ch. Andersen: "Das Mädchen mit den Schwefehölzchen".


Höfische Dichtung

2017-11-23

Zitat: wörtliche Übernahme eines Satzes, Satzteiles oder...................


Ist die wörtliche Übernahme eines Satzes, Satzteiles oder eines Verses bzw. eines längeren Abschnitts aus einen beliebigen Text. Auch ein mündliches wiederholen aus einem literarischen Werk z.b. aus Gründen der Erklärung oder Erläuterung des Textes fällt unter den Begriff Zitat. ( ich zitiere) Das schriftliche Zitat wird in kursiver Schrift oder in Anführungsstriche wiedergegeben wobei der Verfasser, eventuell auch die Quelle (das Werk)  zu nennen ist. 


Höfische Dichtung

Tautologie: ein Begriff durch zwei oder mehrere Wörter ..................


gr. tautos-dasselbe logos- Wort

Tautologie bedeutet das ein Begriff durch zwei oder mehrere Wörter die die gleiche Bedeutung haben wiedergegeben wird. Meist wird der Begriff in einer Zwillingsformel ausgeführt. Z.b. angst und bange oder Schloß und Riegel. Weitere Beispiele: still und leise oder voll und ganz. Die Tautologie wird auch nicht immer von Wissenschaftlern gegenüber dem eingliedrigen Pleonasmus abgegrenzt.

Pleonasmus: Meist überflüssiger Zusatz zu einem Wort bzw. zu einer Redewendung.


Handwerkslied: An einen Stand gebundenes Volkslied.................


An einen Stand gebundenes Volkslied. (Ständelied) Die Art dieser Lieder ist mit einem Handwerkerstand oder mit einem Handwerkerberuf  (Mauer, Zimmermann usw.) verbunden. 


2017-11-22

Poeta doctus: Bezeichnung für einen gelehrten und gebildeten Dichter .................



lateinisch: gelehrter Dichter

Poeta doctus ist die Bezeichnung für einen gelehrten und gebildeten Dichter der in seinen Werken gegenwärtiges und vergangenes Wissen verarbeitet und sich dementsprechend an einem gebildeten Leser wendet. In hellinistischer Zeit war er das Idealbild der griechischen Literatur. Er begegnet uns auch in der Epoche des Humanismus und Barock sowie im 20. Jahrhundert wie etwa in den Schriftstellern T. Mann oder R. Musil.