2017-09-12

L. Bauer: Leblose Natur (30)


Leblose Natur

Tief ins Thal vom Bergesrand
Blick' ich sehnend aus,
Grüßend streck ich meine Hand
Weit ins Land hinaus.

Meine Seele schweift befreit
Heimwärts und zurück,
O wie ist die Welt so weit,
Und so fern das Glück!

Wie ich hier ob aller Welt
Träumend oben steh':
Was am meisten mir gefällt,
Macht mir tiefstes Weh.

Diese Pracht, die mich umwob,
Drückt und läßt mich kalt,
Da von deinem Mund ihr Lob
Mir nicht widerhallt.

Kühl dringt selbst der Sonne Licht
Mir ins Herz hinein,
Seh' in deinem Aug ich nicht

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