2017-09-12

Mondnacht (35)




Mondnacht

Warum, stilles Mondenlicht,
Blickst du so vertraut,
Ob ich säh' ins Angesicht
Einer holden Braut?

Wenn der Sonne Flammenschein
Mir ins Auge sticht,
Ist's als ob mein dunkles Sein
Scheu zusammen bricht.

Aber, wenn dein Stralenkranz 
Auf den Hügeln ruht,
Hol' ich mir aus seinem Glanz
Neuen Lebensmut.

Ja, ich fühl's mit hoher Lust,
Wie du hold mir bist,
Etwas ist in meiner Brust,
Was dir ähnlich ist,

Was so zwischen Lust und Schmerz
Schauert dann und wann,
Und vielleicht ein stilles Herz
Noch beglücken kann.

Sende deinen Stral durch's Land,
Suchend fort von hier,
Wenn ein solches Herz erfand,

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